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Vielfältige Menschen, vielfältiges Programm: Die Altonaer Vielfaltswoche

Angebote rund um das Thema "Vielfalt"

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Vom 9. bis 15. Oktober findet im Herzen von Altona und Ottensen die Altonaer Vielfaltswoche mit vielen spannenden Aktionen wie Stadtrundgängen und kreativen Schreibkurse statt. Dabei soll das weitreichende Engagement der Akteur*innen aus dem Bezirk zu den Themen Antidiskriminierung, Diversität und Demokratiestärkung gewürdigt werden.


Zum Beispiel lädt das Altonaer Museum am 10. Oktober um 19 Uhr zu einem Gesprächsabend über religiöse Vielfalt ein. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird unter altona@mitt-einander.de gebeten.


Am 10. Oktober können Kinder in der Bücherhalle Altona zwischen 16:30 und 17:30 Uhr einen Schnupperkurs in der Gebärdensprache besuchen. Und die Volkshochschule in der Waitzstraße 31 lädt am 14. Oktober zwischen 13 und 14 Uhr dazu ein, die eigene Fantasie schriftstellerisch auszuleben. Es geht um das kreative Schreiben zum Thema Rassismus und Glaubenssätze.


Altona ist seit jeher ein energiegeladener Ort, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft und Ethnien, diversen Glaubens und verschiedener Charaktereigenschaften gemeinsam koexistierten. Bereits zu der Zeit, als Altona und Ottensen eigene Städte waren, die unter dänischer Verwaltung standen, waren sie Heimat vieler Menschen jüdischen Glaubens. 


Im Jahre 1641 erweiterte König Christian IV. deren Privilegien, die allerdings noch schutzgeldpflichtig waren. Während des 17. und auch 18. Jahrhunderts entstanden Synagogen, wie z.B. 1771 die portugiesische Synagoge, die 1887 nach der Auflösung der portugiesischen Gemeinde von der hochdeutschen übernommen wurde. Im Jahre 1863 bekamen die Juden aufgrund des Schleswig-Holsteinischen Emanzipationsgesetzes die volle Gleichberechtigung, wodurch die Zahl der Menschen jüdischen Glaubens sukzessive anstieg.


Auch hinsichtlich der Geschlechtergleichberechtigung gilt Altona als ein zentraler Ort. Hier ist in erster Linie Alma Wartenberg (1871 – 1928) zu nennen, eine Sozialdemokratin, die gegen die Widerstände ihrer männlichen Parteikollegen für die körperliche Selbstbestimmung der Arbeiterfrauen kämpfte.

Während der 50er und 60er Jahre nahm Deutschland aufgrund des Arbeitskräftemangels viele Gastarbeiter*innen u.a. aus der Türkei auf, als Ottensen noch hochindustrialisiert war. Viele haben hier Wurzeln geschlagen und fühlen sich mittlerweile als Deutsche.


Ihr seht, es gibt vielfältige Gründe, weshalb Altona die ideale Austragungsstätte einer Vielfaltswoche darstellt. Inzwischen ist die Diversität unter unseren Mitmenschen weiter gewachsen und es bedarf demokratischer Prozesse und Arbeit, den Respekt und die Toleranz untereinander zu fördern und aufrecht zu erhalten.


Es erwartet Euch also ein pralles Programm. Mehr Infos hier.


Das sprungnetz-Team wünscht Euch viel Spaß!

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