Der Grindel leuchtet zum Gedenken an die Progromnacht
Veranstaltungen
Am 9. November gedenkt Hamburg alljährlich den Opfern der Progromnacht 1938. Aus diesem Anlass begehen die Stiftung Bornplatzsynagoge und die Jüdische Gemeinde der Stadt auf dem Joseph-Carlebach-Platz im Grindelviertel eine Gedenkveranstaltung. Sie beginnt am Sonntag um 17 Uhr, erwartet werden u. a. der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Philipp Stricharz, die Sängerin Annika Mendrala und Kultursenator Carsten Brosda. Zuvor gedenken bereits ab 13 Uhr die Universität und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes mit einer Mahnwache diesem Ereignis. Parallel stellen nach Einbruch der Dunkelheit Anwohner*innen des Viertels bei „Grindel leuchtet“ Kerzen vor die Hauseingänge.
Joseph-Carlebach-Platz
und vor vielen Haustüren im Grindelviertel
20146 Hamburg
Der Progromnacht vom 9. auf den 10. November vor 87 Jahren folgten weitergehende Diskriminierung, Ausgrenzung, Entrechtung, Enteignung, Verschleppung und Ermordung von sechs Millionen Menschen in Konzentrationslagern. Tausende Hamburg*innen mussten ihre Heimat verlassen, verloren ihre Existenz und ihr Leben.
Das traditionelle Grindelviertel zwischen Harvestehude und Rotherbaum war besonders betroffen, die historische Bornplatzsynagoge wurde zerstört, die vorherigen Lebenszusammenhänge bestanden nicht mehr. 400 Menschen wurden getötet, Tausende in Läden und ihren Wohnungen verletzt und misshandelt (Quelle: st-andreas.hamburg/grindel-leuchtet/).
Um dem zu gedenken, findet am Sonntag, den 9. November 2025, die Aktion „Grindel leuchtet“ statt. Ab 17 Uhr versammeln sich auf dem Joseph-Carlebach-Platz Hamburgerinnen und Hamburger, um sich auf Einladung der Stiftung Bornplatzsynagoge und der Jüdischen Gemeinde dem Geschehenen zu besinnen und die Erinnerungskultur weiterzuführen. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Philipp Stricharz, Rabbiner Shlomo Bistritzky und Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda werden Worte an die Gedenkenden richten, musikalisch wird die Gedenkstunde von Annika Mendrala untermalt.
Bringt bitte Kerzen mit, die Veranstaltung wird bei jedem Wetter durchgeführt.
Ab 13 Uhr laden Universität und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes zu einer Mahnwache ein. Auf Initiative von Anwohner*innen und der Kirchengemeinde St. Andreas werden im Laufe des Nachmittages Kerzen in den Eingängen der Häuser im Viertel aufgestellt, in den vorherigen Tagen sind in den Straßen „Stolpersteine“ „geputzt“ worden.
Das Sprungnetz-Team wünscht Euch erinnerungsintensive Stunden und umfassende Reflexion.
An dieser Stelle möchten wir Euch einladen, auch einen Blick auf www.einfal.de zu werfen.
Zum Grindel kommt Ihr exzellent mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des HVVs – insbesondere mit der Buslinie 4. Die Fahrplanauskunft des HVVs findet Ihr hier: HVV.














