Pride Week 2026: Solidarisch queer - Haltung zeigen
Veranstaltungen
Vom 25. Juli bis zum 2. August 2026 findet in Hamburg die Pride Week 2026 statt. Vereine, Initiativen und Gruppen aus der LGBTQIA+-Community organisieren in dieser Zeit weit mehr als 100 abwechslungsreiche Veranstaltungen zu queeren Themen. Der Höhepunkt ist die Demonstration zum CSD (Christopher Street Day) am 1. August 2026, die dieses Jahr unter dem Motto „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“ steht.

An verschiedenen Orten in Hamburg
Die diesjährige Pride Week steht unter dem Motto „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“. Während der Woche finden über 100 Veranstaltungen statt, die das queere Leben in ganz unterschiedlicher Weise beleuchten und sichtbar machen.
Um Euch das Stöbern in der Veranstaltungsliste schmackhaft zu machen, hier ein paar Beispiele von dem, was alles geboten wird: Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Aufführungen, Partys, Comics Zeichnen, Flohmarkt, Pen & Paper Einsteigerrunden, Drag Make-Up Workshop, Stadtteilführungen, Stand-Up-Comedy, das CSD-Straßenfest, die CSD-Demo und vieles andere. Es ist also wirklich für jede*n etwas dabei. Die komplette Veranstaltungsliste findet Ihr hier.
Hier sind einige Termine und Orte im Überblick:
Hamburg zeigt Flagge: Vom 24. bis 3. August 2026 wird am Hamburger Rathaus, am Gewerkschaftshaus, bei verschiedenen öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen die Regenbogenfahne gehisst, um ihre Solidarität mit der queeren Community auszudrücken. Wer live dabei sein möchte, kann das Hissen der Fahne am 24. August 2026 um 11:30 Uhr am Hamburger Rathaus beobachten.
Pride Night (Eröffnung): Die offizielle Auftaktveranstaltung findet am 25. Juli 2026 um 20 Uhr im Curio-Haus in der Rothenbaumchaussee statt. Die Moderatoren Annie Heger und Brix Schaumburg führen durch einen Abend voller Musik, Performances und Talks sowie der Verleihung des Pride Awards, einer Auszeichnung für queeres Engagement. Die Veranstaltung kostet allerdings zwischen 20 € (ermäßigt) und 35 € (regulär) Eintritt.
CSD-Demonstration: am 1. August 2026 ab 12 Uhr. Der Zug startet an der Lübecker Straße / Ecke Mühlendamm, führt über den Steindamm und die Mönckebergstraße zur Lombardsbrücke. Alle weiteren Informationen, wie z.B. die genaue Route findet Ihr hier.
CSD-Straßenfest: vom 31. Juli bis 2. August 2026 rund um den Jungfernstieg, den Ballindamm und den Rathausmarkt. Hier erwartet Euch ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Zahlreiche Initiativen, Gruppen und Vereine informieren über ihre Arbeit und natürlich gibt es auf den Bühnen ein vielfältiges Programm mit Gesprächen, Live Musik, Performances und DJs.
Pride House: Vom 26. bis 30. Juli 2026 ist das Integrations- und Familienzentrum „SCHORSCH“ in der Rostocker Straße 7 (St. Georg) der zentrale Ort für Vorträge, Workshops und Lesungen. Auf dem Programm stehen gut 30 Veranstaltungen, in denen es unter anderem um die Themen Regenbogenfamilien, Pflegeeltern, Queerfeindlichkeit und das geplante Landesantidiskriminierungsgesetz für Hamburg geht.
Die Pride Week hat das Ziel, mehr Zusammenhalt in der queeren Community und der gesamten Gesellschaft zu erreichen. In den letzten Jahren hat sich für die LGBTQIA+ Community zwar einiges durch Gesetze und öffentliche Akzeptanz getan (zumindest habe ich als nicht queerer Mensch diesen Eindruck), aber leider geht die Akzeptanz in Deutschland und weltweit zurück und die Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen nimmt zu (laut Ipsos LGBT+ Pride Report 2026).
„In Deutschland herrscht zwar breiter Konsens darüber, dass sexuelle Minderheiten vor Diskriminierung geschützt werden müssen“, sagt Rouven Freudenthal, Pressesprecher und DEI Ambassador von Ipsos. „Doch die Zustimmung zu gleichen Rechten und Repräsentation sinkt – je nach Aussage um 1 bis 10 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Deutschland folgt damit mit etwas Verzögerung einem globalen Trend, der sich zuletzt besonders deutlich in den USA, aber auch in zahlreichen anderen westlichen Ländern manifestiert hat.“ (Quelle)
Laut Hamburg Pride e.V. fährt die Bundesregierung, trotz dieser Entwicklung, ihre Unterstützung für queere Communities zurück. Deswegen fordert der der Verein einen entschlossenen Schutz vor Diskriminierung, sichtbaren Schutz im öffentlichen Raum, flächendeckende Aufklärung sowie eine verbindliche rechtliche Absicherung. Außerdem soll der von der Bundesregierung für beendet erklärte Aktionsplan „Queer Leben“ unverzüglich neu aufgesetzt werden.
Wofür steht eigentlich LGBTQIA+? Es ist ein englisches Akronym (aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetes, neues Kurzwort), welches alle sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten enthält: Lesbian (lesbisch), Gay (schwul), Bisexual (bisexuell), Transgender/Transsexual, Queer, Intersexual (intergeschlechtlich) und Asexual/Aromantic/Agender. Das + steht für alle weiten Orientierungen.
Wir vom Sprungnetz-Team wünschen Euch viele interessante Einblicke bei den Veranstaltungen und einen lauten, bunten und lustigen Tag bei der CSD-Demonstration.
An dieser Stelle möchten wir Euch einladen, auch einen Blick auf www.einfal.de zu werfen.
Für eine bequeme Anreise zu den einzelnen Veranstaltungen empfiehlt es sich, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Die Fahrplanauskunft des HVVs findet Ihr hier: HVV.








