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Stadtfest und mehr: Lüneburg ist einen Ausflug wert

Veranstaltungen

Lüneburg feiert von Donnerstag, den 4. Juni, bis Sonntag den 7. Juni 2026 sein Stadtfest.

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Auch das nahe Bardowick macht dabei mit:


  1. Vom 4. bis 7. Juni Stadtfest in Lüneburgs Innenstadt mit vielen Attraktionen:
    Open-Air, Beachclub, Feiermeile, Kulturmarkt, Spielfest und Sport
    Auch zahlreiche weitere Veranstaltungen gibt es im Juni in der Umgebung
    Veranstaltungsort: Link zu Openstreetmap

  2. Am Sonnabend, den 6. Juni, 6 bis 16 Uhr ist Flohmarkt in Bardowick.
    Man kann ohne Voranmeldung mitmachen.
    St. Dionyser Weg 2
    21357 Bardowick
    Veranstaltungsort: Link zu Openstreetmap

  3. Am Sonntag, den 7. Juni, von 11 bis 17 Uhr Stoffmarkt in Lüneburg
    Stoffe, Materialien, Handarbeitsmittel und Anleitungen werden feilgeboten.
    Famila-Gelände
    Auf den Blöcken 7
    21335 Lüneburg
    Veranstaltungsort: Link zu Openstreetmap


Es bietet sich an, einen Ausflug zum Stadtfest und zu den Veranstaltungen mit einer Besichtigungstour zu verbinden, denn die alte Hansestadt Lüneburg und Bardowick haben viele interessante Sehenswürdigkeiten aufzuweisen, nicht nur die schiefen alten Häuser. Zu Fuß, per Rad oder mit öffentlichen Bussen. Alles im Umkreis von ca. 7 Kilometern.


Technisches Monument Schiffshebewerk Scharnebeck


Das nahe Schiffshebewerk Lüneburg in Scharnebeck war zur Inbetriebnahme vor 50 Jahren das größte der Welt. Es ist am Elbe-Seitenkanal eine beliebte Touristenattraktion. Für die Binnenschifffahrt ist es nötig, die Höhe von 38 Metern von der Elbniederung auf die Geest zu überwinden.


Geschichte: Lüneburg, eine wichtige Hansestadt in Norddeutschland


Doch es gibt noch viel mehr zu sehen in den beiden sehr alten Städtchen Lüneburg und Bardowick, letzteres der alte Hauptort der Langobarden. Beide erlebten kulturelle Blütezeiten und großen Reichtum. So gibt es dort viele sehr alte Bauwerke zu sehen.


Frühes Mittelalter nach der Völkerwanderung im Wendland und der Elbregion


Über die alte Handelsstadt Bardowick an der Ilmenau als Verkehrsader wurde der Handel mit den benachbarten slawischen Stämmen des Wendlandes abgewickelt. Ein Teil der Langobarden wanderte gen Rom in den Süden. Sie gründeten dort ein Reich und gaben der Lombardei ihren Namen. Die Daheimgebliebenen integrierten sich in die sächsischen Stämme der Umgebung in der Elbregion. In Bardowick („Bardo“ als Anspielung auf das Gründervolk, „Wick“ als altertümliche Bezeichnung für einen Handelsort) zeugt der grandiose Dom mit schönen Holzschnitzereien von ihrer großen Zeit. Dessen Bau und Finanzierung durch Ablassbriefe zog sich 250 Jahre hin und wurde 1485 fertiggestellt.


Die Hanse in Norddeutschland: Salz und Heringe


Die Hansestadt Lüneburg erlebte mit dem Aufstieg Lübecks zur „Supermacht“ der Ostsee ihre Blüte. Die Heringe von den reichen Fischbänken vor Schonen in Schweden wurden von den Lübschen Schonenfahrern in Salz und Essig eingelegt, um sie haltbar zu machen. Daher all unsere norddeutschen Heringsspezialitäten. Jahrhundertelang war das die wirtschaftliche Grundlage für den Aufstieg der Hanse unter der Führung Lübecks. Das Salz dafür wurde zunächst über die Alte Salzstraße (die Strecke entsprach sehr grob der heutigen B404) per Ochsenkarren, später per Schiff durch den 1398 eröffneten Stecknitz-Kanal von den Lüneburger Salzvorkommen nach Lübeck transportiert.


Weißes Gold aus der Bleipfanne und die schiefen Häuser


Der Legende nach erlegte um 800 ein Jäger ein weißes Wildschwein. Es war so weiß, weil es sich in einer salzigen Kuhle suhlte. So wurde das große Salzvorkommen entdeckt. Sehr kostbar war das Salz damals, ein Fass Salz entsprach dem Wert eines Hauses. Es galt als „weißes Gold“, erst recht durch die Nachfrage aus dem reichen und mächtigen Lübeck, welches 80% der Produktion aus den Salinen abnahm. So wurde auch Lüneburg reich, das Glück währte über 1000 Jahre und die prachtvolle Backsteingotik der reichen Patrizier zeugt noch heute davon. Viele dieser Häuser sind schief als Folge der Unterhöhlung der Stadt durch die Salinen, so dass sie in die Hohlräume einsanken.


Die salzige Sole wurde in den Salinen (Sülzen) in großen Bleipfannen über Holzfeuern gesiedet. Für die Befeuerung der Salinen wurden über Jahrhunderte ringsum die Wälder abgeholzt, so entstand die Lüneburger Heide.


Immer schöner wird das Wetter, so finden noch etliche weitere Dinge in Lüneburg und Umgebung statt, nicht nur an diesem Wochenende. Von Live-Musik über Trödelmarkt, Oldtimer-Treffen bis zu Entenrennen.


Das Sprungnetz-Team wünscht Euch viel Spaß in Lüneburg.


An dieser Stelle möchten wir Euch einladen, auch einmal einen Blick auf www.einfal.de zu werfen.


Für eine ruhige Anreise nach Lüneburg empfiehlt es sich, die öffentlichen Verkehrsmittel des HVVs zu nutzen. Die Fahrplanauskunft des HVVs findet Ihr hier: HVV.

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