Monumente der Geschichte: Bewahrung der Erinnerung
Von Freitag, den 12. bis Sonntag, den 14. September findet der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. Alle 16 Bundesländer nehmen mit über 5.000 Denkmälern an der geschichtlichen Veranstaltung teil und präsentieren ihre Denkmäler.

Die Eröffnungsfeier anlässlich des vierzigjährigen Bestehens des Tages des offenen Denkmals findet am 14. September 2025 in Gera in Thüringen statt. Den Rahmen für die Auftaktveranstaltung bildet das Kongresszentrum Gera, welches die Ostmoderne in den Fokus der Eröffnung stellt. Das diesjährige bundesweite Motto lautet: „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“
In Hamburg beginnt die Veranstaltung am 12. September 2025, wo mehr als 160 Denkmäler ihre Geheimnisse für 48 Stunden den Besucher*innen offenbaren. Hier ein kleiner Ausblick auf unsere hanseatischen Besonderheiten:
1. Die Fabrik Feldmann stellte nach über 100 Jahren ihre Produktion von Drahtstiften ein. Bei der Führung durch die Fabrik können die Besucher*innen auf den noch sichtbaren Spuren eines Industriebetriebes wandeln. Der Produktionsprozess kann an den dort noch vorhandenen Maschinen nachvollzogen werden. Die Betriebsschlosserei ist funktionsfähig und kann während der Führung ebenfalls in Augenschein genommen werden.
2. Die reetgedeckte Altengammer Mühle, die auch „Borgholster Mühle“ genannt wird, ist eine Galerieholländer mit Nebengebäuden, die 1876 von Peter Timmermann erbaut worden ist. In den Jahren 2022/2023 wurde der Mühlenturm restauriert und die Fassade und das Reet ausgebessert. Die Nebengebäude fungieren heute als Café und Wohnraum.
3. Die ehemalige Alte Schule Allermöhe wurde in der Zeit von 1901 bis 1971 ihrem Namen gerecht und fungierte als Lehranstalt für die künftigen Generationen. Der Denkmalschutz nahm sich 2013 dem Gebäude an, weil das Wohngebäude und das ehemalige Klassenzimmer besondere zeitlich historische Zeugnisse sind. Seit Anfang 2023 ist dort das „Hamburger Hospiz am Deich" Zuhause, welches sich um den Erhalt kümmert.
4. Das einzig erhaltene Wasser - Schloss der Hansestadt steht in Bergedorf und wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Das Schloss ist eingebettet in eine Parkanlage, die unter Denkmalschutz steht. In dem Schloss befindet sich heute das Bergedorfer Museum, welches sich mit einer Ausstellung zur Geschichte der Stadt befasst. Ein musikalischer Leckerbissen ist das am Sonntag, den 14. September 2025 stattfindende Jazzkonzert, bei den verschiedene Stilrichtungen musikalischen Schaffens den Zuschauer*innen präsentiert werden.
5. Das Dehmel Haus in Blankenese wurde im Jahr 1912 vom Architekten Walther Badecker im Auftrag des Dichters Richard Dehmel und seiner Gattin, der Kunstförderin Ida Dehmel, erbaut. Das Haus entwickelte sich zu einem Ort der Kunst und Begegnungen und des dialogischen Austausches. Das Inventar stammt zum Teil noch original aus dieser Zeit. Seit 2013 ist dort die Dehmel Stiftung beheimatet.
6. Eine Besonderheit ist, das trotz der Renovierung die Deichtorhallen in Hamburg-Harburg ihre Tore für zwei neunzigminütige Architektur- und Sammlungsführungen als kulturellen Beitrag zu diesem Tag des offenen Denkmals öffnen. Die Sammlung Falckenberg umfasst etwa 2.400 Arbeiten der zeitgenössischen Kunst. Der Blick liegt auf deutscher und amerikanischer Gegenstandskunst.
Zur Historie des Tages des Offenen Denkmals:
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurde 1985 aus privater Motivation zum Erhalt wichtiger Monumente in der Bundesrepublik gründet und fördert im Jahr etwa 600 Projekte. Bundesweit haben sich etwa 200.000 Förderer*innen der Bewahrung (bundes)deutscher Geschichte verschrieben. Durch diesen Einsatz konnten im Bundesgebiet bereits etwa 7.500 Denkmäler saniert, repariert oder aufbereitet werden. Seit Gründung der Stiftung sind mehr als eine halbe Milliarde Euro an Spenden zusammengekommen. Trotz dieser Erfolgsgeschichte bedarf es in der ganzen Republik noch einer großen Kraftanstrengung, laut der Stiftung Denkmalschutz da immer noch zahlreiche Denkmäler auf ihre Rettung warten. Die Kulturminister*innen Konferenz (KMK) entschied sich 1993 dafür, die Stiftung mit der bundesweiten Organisation und Koordination des Tages des offenen Denkmals zu betrauen. Das Projekt steht immer unter der Schirmherrschaft der/des amtierenden Bundespräsidentin/Bundespräsidenten. Im letzten Jahr hat die Stiftung, um nur ein paar Beispiele zu nennen, das Ulmer Münster, die geschichtsträchtige Glienicker Brücke in Potsdam und die Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg gefördert.
An dieser Stelle möchten wir Euch einladen, auch einen Blick auf www.einfal.de zu werfen.
Für eine bequeme Anreise empfiehlt es sich, die öffentlichen Verkehrsmittel des HVV zu nutzen. Die Fahrplanauskunft des HVV findet Ihr hier: HVV



























