Hamburger Winternotprogramm auch tagsüber offen
Aufgrund der anhaltenden Kälte und bevorstehender Schneefälle weitet die Sozialbehörde Hamburg das Winternotprogramm aus: Seit Mittwoch haben die Unterkünfte für Obdachlose in Hamburg auch tagsüber geöffnet. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 12. Januar und bietet Betroffenen Schutz vor dem Frost sowie warme Mahlzeiten.

In Hamburg wird der Erfrierungsschutz für Obdachlose aktuell massiv verstärkt. Das vom Sozialunternehmen Fördern & Wohnen betriebene Winternotprogramm, das regulär vom 1. November 2025 bis Ende März 2026 läuft, ist aufgrund der extremen Kälte derzeit stark ausgelastet.
Wegen der anhaltenden Minusgrade hat die Sozialbehörde aufgrund der Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes eine Ganztagsöffnung beschlossen. Vom 6. bis zum 12. Januar bleiben die Einrichtungen durchgehend geöffnet, damit Schutzsuchende auch tagsüber Wärme und Verpflegung finden. Außerhalb dieser Sonderregelung stehen Betroffenen zudem die regulären Tagesaufenthaltsstätten der Stadt zur Verfügung.
Der Winter hat unsere Stadt fest im Griff. Was für viele von uns nach gemütlichen Abenden im Warmen aussieht, bedeutet für Menschen ohne Obdach eine lebensgefährliche Ausnahmesituation. Die aktuellen Schneemengen und der Dauerfrost machen das Überleben auf der Straße momentan fast unmöglich.
Wir vom Sprungnetz-Team bitten Euch: Schaut in diesen Tagen nicht weg!
Wie Ihr helfen könnt:
Sprecht die Menschen an: Fragt kurz nach, ob alles in Ordnung ist oder ob Hilfe benötigt wird. Ein respektvolles Wort kann bereits viel bewirken.
Wärme schenken: Ein heißer Tee, ein Kaffee oder eine warme Mahlzeit sind bei diesen Minusgraden eine lebenswichtige Unterstützung.
Im Notfall handeln: Wenn Ihr jemanden seht, der sich nicht mehr bewegt, stark zittert oder verwirrt wirkt, zögert bitte nicht. Bei akuter Lebensgefahr oder medizinischen Notfällen: Wählt sofort die 112!
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass in diesen kalten Januartagen niemand vergessen wird. Eure Aufmerksamkeit kann Leben retten.
Vielen Dank für Eure Mithilfe und Eure Menschlichkeit!
An dieser Stelle möchten wir Euch einladen, auch einmal einen Blick auf www.einfal.de zu werfen.






