Ausflug zum Alten Elbtunnel: alt und doch neu
Ausflüge
Der im Volksmund liebevoll genannte „alte Elbtunnel“ im Stadtteil Hamburg St. Pauli wurde am 7. September 1911 eröffnet und galt als Sensation in der Ingenieurbaukunst der damaligen Zeit.
St. Pauli-Elbtunnel
Bei den St. Pauli Landungsbrücken
20359 Hamburg-Mitte
Schon die Anfahrt mit Blick auf den Hafen egal ob mit Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind eine Sehenswürdigkeit bei jedem Wetter. Mit der Elbphilharmonie, den 3 Masten des Frachtsegelschiffs Rickmer Rickmers und den Landungsbrücken verknüpft man die alte Zeit mit der Moderne.
Völlig unscheinbar, rechts neben den Landungsbrücken in Richtung Nordsee, befindet sich ein Bauwerk, das seit 2003 unter Denkmalschutz steht. 100 Jahre später, am 7. September 2011, wurde es mit dem Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ von der Bundesingenieurkammer und der Hamburgischen Ingenieurkammer ausgezeichnet. Eine Ehrentafel ist würdevoll unterhalb der technischen Hinweise angebracht. Die liebevoll angebrachten Kachelmuster lassen die Renovierungsarbeiten am gesamten Bauwerk nur erahnen. Auf der rechten Seite findet Ihr, natürlich in typischem Hanseatenblau, den Hinweis über die Realisierung und architektonische Gestaltung. Weiter geht`s.
Hohe Fensterreihen durchfluten die Halle, lassen ein interessantes Lichterspiel entstehen und machen den Höhenunterschied von über 20m deutlich. Treppenführung mit Beleuchtung und die beeindruckende Stahlkonstruktion der Lastenfahrstühle ergeben einen harmonisch modernen Gesamteindruck. Beim Treppenabstieg sorgen die Lichtverhältnisse für unterschiedliche Eindrücke und verführen machen zum Stehenbleiben. Eine Pause tut ja auch mal gut. Zum Glück sind wir nicht auf der Reise zum Mittelpunkt der Erde, sondern „nur“ dabei, die Elbe in Richtung östlichen Südeingang Steinwerder, einer Elbinsel, zu unterqueren. Der Höhenunterschied ist beeindruckend. Die Aufzüge, die Fußgänger*innen sowie Fahrradfahrer*innen befördern, fallen durch Funktionalität , Zuverlässigkeit und Beständigkeit auf, als wäre die Zeit bei der Neueröffnung stehengeblieben.
Bei näherer Betrachtung sieht man erst die Komplexität, die Sicherheit, Stabilität mit architektonischer Eleganz des gesamten Bauwerkes zu verbindet. Die elegante Treppenführung, mit moderner Beleuchtung und an den Wänden unterschiedlich gefliesten Kachelmustern, ergeben ein harmonischen Gesamtbild. Unten angekommen erwarten uns zwei Tunneleingänge, durch die die in Schichtwechsel schwer arbeitenden Menschen in den Werften kamen und gingen. Beim Blick nach oben ist die wunderschöne in Stuckbauweise gefertigte halbrunde Kuppel zu sehen. Der Lichteinfall der Rundfenster, in Verbindung mit den Anstrich, lassen Sie wie eine dreidimensionale Stahlkonstruktion erscheinen.
Bei der Unterquerung fallen in regelmäßigen Abständen kleine Steinzeug-Reliefs auf. Thematisch wird hier die Elbe mit Krebsen, Fischen , Muscheln, weggeworfenen Gegenständen und Ratten dargestellt. Plakate an den Tunnelwänden ergeben weitere Informationen. Für die Sicherheit gelten die allgemeinen Vorschriften und Brandschutzauflagen. Schön bunt. Gab`s bei der Reise zum Mittelpunkt der Erde noch nicht. Nein, hiermit ist nicht zu spaßen. Schaut genau hin. Ja, jetzt entdeckt Ihr auch, was für die angenehme Luft und nicht für alle Tunnels selbstverständlich ist. Die Belüftungsanlage schaut wie ein Triebwerk aus, wofür vielleicht auch die unterschiedlichen Beleuchtungsquellen sorgen, die an eine Start-und Landebahn für Flugzeuge erinnern. Die Industrie der Elbinsel Steinwerder ist ebensowenig zu übersehen, wie der beeindruckende Anblick der Skyline mit Ihren bekannten Wahrzeichen.
Das Sprungnetz-Team wünscht euch viel Spaß beim Besuch des alten Elbtunnels.
An dieser Stelle möchten wir euch einladen, auch einen Blick auf www.einfal.de zu werfen.
Für eine bequeme Anreise empfiehlt es sich, die öffentlichen Verkehrsmittel des HVVs zu nutzen. Die Fahrplanauskunft des HVVs findet Ihr hier: HVV.




















