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Finissage zur Ausstellung „EchtFalsch“ im Altonaer KreativCafé

Eine großartige Ausstellung ist vorbei. Wir waren vor Ort, um die Finissage zu begleiten.

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Schanzenstraße 32
20357 Hamburg

Zu einer außergewöhnlichen Ausstellung gehört nicht nur eine Eröffnungsfeier, die sogenannte Vernissage, sondern auch, wenn die Ausstellung beendet wird, eine Abschlussfeier, die dann eben eine ‚Finissage‘ ist.


Die Ausstellung „EchtFalsch“ des Altonaer KreativCafés, in der die dort ansässige „Fälscherwerkstatt“ erstmalig die Ergebnisse ihres Fälscherhandwerks dem interessierten Publikum zugänglich machte, ist so eine Ausstellung gewesen, und folgerichtig fand dort am Donnerstag, 29. November, die Finissage statt. Und auch die war etwas Besonderes, denn nicht nur konnten die dort ausgestellten Fälschungen nun mit Preisnachlass erworben werden, sondern mit einer Erweiterung des Angebots durch Kunsthandwerk der Spenda Bel Naturwerkstatt verwandelte sie die Ausstellung abschließend in einen Adventsmarkt (der auch tatsächlich noch bis Weihnachten bestehen bleibt). 


Schön gedrechselte hölzerne Kerzenhalter boten sich als ideales Weihnachtgeschenk an und ließen denn auch prompt die an Wäscheleinen hängenden Fälscherbilder ebenso wie die Postkarten und Kalender gleichfalls als solche erscheinen. Das bewährte kulinarische Begleitprogramm – Käseküchlein, Brownies und heißer Organgenpunsch – fand regen Zuspruch und ließ die zahlreich erschienenen Gäste die durch den Wintereinbruch bedingte Kühle im Ausstellungsraum vollends vergessen. Ja, das KreativCafé ist ein Ort für alle Sinne, was auch in der Eröffnungsrede durch einen das Café versinnbildlichenden goldenen Kasten zum Gucken, Riechen, Schmecken, Hören noch einmal verdeutlicht wurde.


Und dieser Ort hat, wie wir anschließend im Gespräch mit den Ausstellungsmacher*innen erfuhren, durch die erfolgreiche Ausstellung noch einmal einen Popularitätsschub erfahren. Die Fama ("die Kunde, Gerüchte") von dem ungewöhnlichen, nicht-kommerziellen Café macht im Schanzenviertel die Runde (und darüber hinaus), neue Teilnehmer*innen können in der Fälscherwerkstatt begrüßt werden, und der Verkauf der Fälschungs-Preziosen hat die Erwartungen doch deutlich übertroffen. 


Die vorteilhafte Lage an der Schanzenstraße macht sich bemerkbar. Zwar konnten nicht alle Passant*innen, die durch die Schaufensterauslage auf die Ausstellung neugierig wurden, ohne weiteres Bilder erwerben, doch wenigstens der Impuls konnte in jedem Fall weitergegeben werden, und wer weiß, ob nicht schon bald in so mancher Schule in Hamburg oder auch anderswo das Bilderfälschen in den Kunstunterricht Einzug hält. Nur mit einem neuen Ausstellungsprojekt hält man sich im Veranstaltungsservice des KreativCafés noch bedeckt. Vieles scheint möglich, und unsere Spannung wächst.


Kurzum, so viele Fälschungen in dieser Ausstellung auch zu sehen, zu bestaunen und zu erwerben gewesen sein mögen, so bleibt doch etwas Echtes als Eindruck hängen, nämlich, dass sie ein ‚echter‘ Erfolg war!

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