Veranstaltungen
Von Leid und Herrlichkeit: Passionslieder von Paul Gerhard
Mitten ins Herz: Am Samstag, den 14. März 2026, bietet die Kirche Alt-Rahlstedt Euch in der Passionszeit ein Konzert an, das dem 350. Todestag von Paul Gerhardt gewidmet ist. Los geht es in der Kirche um 17 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.
Kirche Alt-Rahlstedt
Pfarrstraße 19
22149 Hamburg
Das bekannte Kirchenlied „O Haupt voll Blut und Wunden“ aus Bachs Matthäuspassion bildet den roten Faden für einen Abend voller barocker Klänge. Erlebt das Lübecker Vokalquartett Viva Voce und das Ensemble cannachord, das auf historischen Instrumenten wie der Viola da Gamba und der Truhenorgel die Werke Paul Gerhardts lebendig werden lässt.
Paul Gerhardt (1607–1676) war ein bedeutender evangelisch-lutherischer Theologe und gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Kirchenlieddichter. Seine Texte prägten die Kirchenmusik über Generationen hinweg und werden bis heute weltweit gesungen.
Warum Paul Gerhardts Passionslieder Menschen bis heute berühren: Sie entstanden vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges und persönlicher Schicksalsschläge. Seine Lieder schlagen oft einen Bogen von tiefer Verzweiflung zu unerschütterlicher Hoffnung, was sie auch für heutige Hörer*innen sehr ergreifend und bewegend macht.
Im Jahr 2026 wird sein 350. Todestag mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen gewürdigt. Details zu seinem Leben findet Ihr beispielsweise in der Biografie der Paul-Gerhardt-Gesellschaft.
Das Passionskonzert selbst ist ein musikalisches Ereignis, das traditionell in der Zeit vor Ostern stattfindet, um das Leiden und Sterben Jesu Christi zu reflektieren. Das Konzert dient dem Innehalten und der Auseinandersetzung mit Schmerz, Trauer und Zuversicht in der Passionszeit.
Wir vom Sprungnetz-Team können Euch dieses „große Gefühlskino“ nur ans Herz legen. In dieser doch sehr aufwühlenden Zeit kann es Euch auch ein wenig „Balsam für die Seele“ sein.
Kleiner Fakt am Rande: Die Kirche in Alt-Rahlstedt, in der das Passionskonzert stattfindet, ist ein besonders alter, geschichtsträchtiger Ort. Sie wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Teile des Granitbaus stammen jedoch vermutlich aus dem späten 12. Jahrhundert, sind also über 850 Jahre alt. Ähnlich alt ist das Interieur: der Holzaltar wurde 1695 gefertigt, ein hölzernes Kruzifix und Figuren der Apostel Petrus und Jakobus wurden auf die Mitte des 15. Jahrhunderts datiert. Die Bronzeglocke ist sogar noch älter, sie wurde 1494 gegossen und in den Kirchturm gehängt. Kein Wunder, dass die Kirche unter Denkmalschutz steht.
An dieser Stelle möchten wir Euch einladen, auch einmal einen Blick auf www.einfal.de zu werfen.
Für eine ruhige Anreise zum Passionskonzert empfiehlt es sich, die öffentlichen Verkehrsmittel des HVVs zu nutzen. Die Fahrplanauskunft des HVVs findet Ihr hier: HVV.













